16. Okt 2017

Eine Lichtkunstinstallation in einer U-Bahn-Station in Stockholm/SE.

Text: Joachim Ritter
Photos: Hans Ekestang


Die U-Bahn in Stockholm soll die längste Kunstausstellung der Welt sein – 110 Kilometer lang. Fährt man dort mit der U-Bahn, begibt man sich auf eine spannende Zeitreise, die von Kunstwerken der 1950er-Jahren bis hin zu zeitgenössischen künstlerischen Experimenten reicht. Im Verlauf der Jahre sind mehr als 90 der 100 U-Bahnhöfe in Stockholm mit Skulpturen, Mosaiken, Gemälden und Installationen von über 150 Künstlern versehen worden.

Das neueste Projekt befindet sich in der U-Bahn-Station Citybanan (The Stockholm City Line). Citybanan ist ein neuer Eisenbahntunnel für den Pendlerverkehr unter der Innenstadt von Stockholm. Nun enthält der Bahnhof das Kunstwerk „Life Line“, das aus 400 Meter neon-ähnlichen warmweißen LED-Lichtlinien besteht, welche den Puls des städtischen Lebens in dem belebten U-Bahnhof darstellen.

Es ist dem Künstler wichtig, darauf hinzuweisen, dass das Konzept auf der Geburt seines Sohnes im Sommer 2012 beruht – beziehungsweise auf dem Pulsschlag des Kindes vor der Geburt während der Geburtswehen. Die leuchtenden Linien, die den Pulsschlag darstellen, werden zur Metapher für das Leben.

Bei „Life Line“ handelt es sich ganz klar um ein standortspezifisches Kunstwerk aus 32 in Licht gezeichneten Linien. Dank der Größe der Installation dient diese Lichtkunst auch als Teil der Umgebungsbeleuchtung.


Architekten: Fojab Arkitekter – Edvin Bylander

Künstler: David Svensson


www.fojab.se

www.davidsvensson.net


 

 

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