Projektbeteiligte:


Bauherr: Dänisches Ministerium für Kultur / Royal Danish Theatre Company
Architekten: Lundgaard & Tranberg/DK
Lichtdesign: Jesper Kongshaug/DK

 

Verwendete Produkte:


Lineare Leuchtstofflampen, Brücke: Custom Design, Louis Poulsen LEDs
Brücke: Bewee, Louis Poulsen
Beleuchtung Turm: Halogenflächenstrahler, Bega 7591 Downlights
Fassade/Promenade: Bega 8058
Fassade zweiter Stock: Einbauleuchten mit 70 Watt Hochdrucklampen, Bega 6903
Fassade dritter Stock, Spots: Zumtobel Xeno
Lichtleitfasern Foyer/Auditorium: Roblon
Metallrohre: Spezialanfertigungen
Generator mit DMX-Anschluss: Roblon
Downlights Foyer/Mitte Auditorium: Source Four Zoom, ETC
Downlights Künstlerbereiche: Halogen, Zumtobel Panos
Pendelleuchten Künstlerbereiche: Zumtobel Copa

20. Sep 2009

Ein Lichtdrama in drei Akten

Text: David Müller
Photos: Laura Stamer, Jens Markus Lindhe, Roblon, Adam Mørk

„Die Welt ist eine Bühne“, philosophiert Shakespeare. Als sein Werk Hamlet zur Eröffnung des neuen Kopenhagener Schauspielhauses aufgeführt wurde, war allen Anwesenden klar: Und was für eine! Diese Bühne ist etwas wahrhaft Einzigartiges. Das Lichtkonzept für das königliche Theater entwickelte Jesper Kongshaug. Für den Dänen, der seinen Zugang zum Lichtdesign über die Bühnenbeleuchtung erlangt hat, war es das bisher größte architektonische Projekt. Er verwandelte die architektonische Struktur in ein Drama in drei Akten: Außenbereich, Foyer und Auditorium nutzte Kongshaug als Bühnen, um dort nicht nur Lichtlösungen zu finden, sondern um Szenarien mit Referenzen aus Natur und Umwelt zu schaffen. Der Rest ist Genuss und Schweigen!

Theater hat in Kopenhagen eine lange Tradition. Schon seit dem Jahre 1880 wollte man ein neues, eigenständiges Theater gründen, um modernen, zeitgemäßen Stücken eine angemessene Bühne zu geben. Sie solltenatürlicher und intimer wirken. Da sich die Stücke immer mehr weg von theatralischen Monologen hin zu realistischen Konversationen entwickelten, war auch die Nähe und Integration des Publikums ein wesentlicher Aspekt. Über die Jahre kam es immer wieder zu Übergangslösungen in verschiedenen kleineren Lokalitäten. Sogar die Konzerthalle von Danish Radio wurde teilweise genutzt. Erst knapp 130 Jahre später war es soweit: Das neue Königliche Schauspielhaus wurde eröffnet und zeigt auf drei Bühnen klassische und zeitgenössische Stücke in dänischer sowie englischer Sprache. Auf der insgesamt 12.000 m2 großen Nutzfläche befinden sich zusätzlich eine Bibliothek, ein Aufnahmestudio, ein Café sowie zahlreiche spezielle Räume für Künstler. Der Hafen Kopenhagens ist, aufgrund wirtschaftlicher Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, vernachlässigt und verlassen worden. Viele alte, unrestaurierte Gebäude zieren den einst stolzen Hafen der dänischen Hauptstadt. Um diesen Bezirk mit Kultur und Schönheit neu zu beleben, fiel die Entscheidung darauf, das Schauspielhaus hier zu bauen. Entwickelt wurde das Gebäude von den Architekten Lundgaard & Tranberg. Es besteht aus drei wesentlichen Elementen: Einem 150 x acht Meter großen Glaskasten, dem Foyer; darüber einer Glas-Metallstruktur in der sich Büroräume und Umkleidebereiche für Schauspieler befinden. Im oberen, mittleren Bereich befindet sich ein brauner Würfel – der Bühnenturm des Theaters, der schon von weitem sichtbar ist und der Struktur zusätzlich einen ästhetischen und dominanten Aspekt verleiht. Die Architekten standen vor einer besonderen Herausforderung: Die Struktur sollte umweltfreundlich sein und einen sehr geringen Ausstoß von Kohlendioxid haben. Als Ziel wurde definiert, bis zu 75 Prozent weniger CO2 als durchschnittliche Strukturen auszustoßen. Dazu nutzten sie ein neuartiges Heizungs- und Kühlungssystem. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 68.

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