05. Aug 2010

Ein Kunstwerk für Kunstwerke
Brandhorst Museum in München/D

Text: Arup Lighting
Photos: View pictures, Hufton & Crow, Bitterbredt

Eine funktionierende Beleuchtung ist für den Erfolg eines jeden Kunstraumes unabdingbar. Die Verwendung von Tageslicht kann wesentlich zum Vergnügen der Besucher beitragen. Oftmals wird für Räume, in denen Gemälde und Skulpturen ausgestellt werden, natürliches Licht bevorzugt. Der sich verändernde Charakter von Tageslicht kann von großem Vorteil sein, denn es verändert das Ambiente der Innenräume jedes Mal fast unmerklich, wenn ein Kunstinteressierte das Museum besucht. All diese Aspekte finden in dem Brandhorst Museum in München ihren Niederschlag.

Bei der Konzipierung von Beleuchtungsanlagen für Museen und Galerien muss eine Balance zwischen der Erhaltung der ausgestellten Werke und dem vom Besucher zur Betrachtung benötigtem Licht gefunden werden. Zudem bestimmen zunehmend Leihverträge zwischen den Galerien strikt über die erforderliche Beleuchtungsstärke und die Dauer der Ausleuchtung. Es bedarf eines ideenreichen und erfahrenen Ansatzes, um gewährleisten zu können, dass die Museen und Galerien dem internationalen Standard entsprechen und gleichzeitig dem Besucher einen ästhetischen Anreiz bieten. Tageslicht produziert kein CO2 und ist im Betrieb kostenlos, und kann, wenn es richtig genutzt wird, eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines energiesparsamen Gebäudes einnehmen. Es gibt allerdings auch Nachteile bei der unkontrollierten Verwendung von natürlichem Licht in Galerien und Museen: Sonnenlicht kann dazu tendieren einen Raum aufzuheizen oder ihn mit Licht zu überfluten, sodass es für die Kunstwerke zu intensiv ist. Diese Herausforderungen können mit intelligentem und kreativem Design bewältigt werden. Die Auftraggeber des Brandhorst Museums in München/D legten großen Wert auf Tageslicht als Hauptlichtquelle für die ausgestellten Werke. Ziel war es, die Anzahl der Besucherstunden im Jahr, in denen die Ausstellungsstücke nur unter dem Einfluss von Tageslicht betrachtet werden können, zu maximieren – dies bildet den Kern des Lichtdesign konzepts für das neue Gebäude.
Das Brandhorst Museum beherbergt eine beachtliche private Sammlung von Kunststücken, hauptsächlich Gemälde, aus dem späten 20sten Jahrhundert sowie zeitgenössischer Kunst. Der Komplex besteht aus einem einfachen gestreckten Gebäude aus drei miteinander verbundenen Räumen. Der große „Kopf“ bildet die südöstliche Ecke des Münchner Museumsviertels. Die drei Räume werden durch Fassaden in verschiedenen Farben und Nuancen unterschieden. Im Inneren verfügt das Museum über drei Etagen, die durch eine Treppe verbunden werden. […]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 72

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