Projektbeteiligte:

Auftraggeber: National Bank of Canada

Architektur: Architecture49 – Alexandre Sauvé (leitender
Architekt), Alexandre Landry (planender Architekt), Nicoleta
Dan-Ferenta (Projektleitung), Pierre Baillargeon (Oberster Architekt),
Louis-Pierre Hubert (Bauleiter); www.architecture49.com

Mitgestaltender Architekt: Robert LaPierre

Lichtdesign: Ombrages (früher Éclairage Public);
www.ombrages.com

Ingenieure: Bouthillette Parizeau, NCK

Verwendete Produkte:
Lumenpulse (Leuchten), Lutron (Lichtsteuerung)
Glastrennwände: Muraflex

18. Okt 2017

Ein Börsensaal in historischer Kulisse in Montreal/CA wird revitalisiert.

Text: Jo-Eike Vormittag
Photos: Stéphane Brügger


Die Vorstandsmitglieder der National Bank of Canada werden aufatmen. Nachdem ihre Skepsis gegenüber einer Modernisierung des bis dato tristen Börsensaals ihrer Niederlassung im historischen Sun Life Building im Stadtzentrum von Montreal, Quebec/CA lange Zeit groß war und eher ein Umzug als die Renovierung anvisiert wurde, dürfte das Fazit nun ganz anders ausfallen. Architekten und Lichtspezialisten wurden schließlich mit der Revitalisierung des großräumigen Arbeitsplatzes, an dem fast 260 Bankkaufleute und Börsenmanager sowie
-managerinnen tätig sind, beauftragt. Mit aufhellendem Erfolg, wie das Ergebnis zeigt.

Dass der für die Bank wichtige Börsensaal das letzte Mal in irgendeiner Form renoviert wurde, lag 20 Jahre zurück. Dementsprechend war sein Design rückständig, die Lichtgestaltung aus besonderen Gründen beschränkt und die Atmosphäre zum Arbeiten entsprechend unkomfortabel. Der Bankvorstand sah sich gezwungen darauf zu reagieren: zur Debatte standen entweder der Auszug oder der bauliche Eingriff. Das 24-stöckige Bürogebäude stammt aus dem Jahr 1913, zumindest begannen zu diesem Zeitpunkt die Arbeiten daran. Vollendet wurde es mit dem letzten Stockwerk tatsächlich erst 1931, nach insgesamt drei Bauphasen.

Im Ostteil, der in Sachen Erweiterung auch Teil des zweiten Bauabschnitts von 1923 bis 1926 war, befindet sich der Börsensaal. Er zeichnet sich durch hochwertige Materialien und besondere Architektur aus: Marmorwände und -verkleidungen, korinthische Steinsäulen in Schwarz und Gold in zwei raumumlaufenden Reihen, ein Zwischengeschoss, Blattgold, hohe Decken sowie ein großes Dachfenster.

Trotz dieser Details war es ein schlichter Ort, weshalb die Architekten und Designer anhand eines subtilen Eingriffs, um auch die geschützte historische Bausubstanz respektvoll zu erhalten, die Herausforderung annahmen, unter den Umständen einen hellen, freundlichen, komfortablen und technischmodernen Arbeitsort zu erschaffen, an dem künftig wieder munter der börsentypische Präsenzhandel betrieben werden kann. Eine solche einschneidende Modernisierung in bestehender, historischer Architektur ist in vielerlei Hinsicht herausfordernd. Auch in der Lichtgestaltung.


Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 106 sowie in unserer PLD magazine App (iPad App Store).


 

My opinion:

Leave a comment / Kommentieren

Leave the first comment / Erster Kommentar

avatar
wpDiscuz

©2017 published by VIA-Verlag | Marienfelder Strasse 18 | 33330 Guetersloh | Germany

Page generated in 0,157 seconds. Stats plugin by www.blog.ca