Planungsbeteiligte:


Architektur und Tageslichtplanung:
Serrano Architekten, Mexiko D.F./MEX
Kunstlichtplanung und Tageslichtberatung: Francisco Caridad und
Gilberto Vásquez del Mercado für Starco, Mexiko D.F./MEX

 

Verwendete Produkte:


Kunstlicht unter anderem: „Lichtpaket“ Sonderleuchte von Starco
Lichtlinien: Zumtobel „Slot“
Kugelleuchten: Sonderanfertigung Starco unter Verwendung
optischer Bauteile von Zumtobel

19. Jul 2009

Durchlässig

Text: Prof. Susanne Brenninkmeijer
Photos: Pedro Hiriart, Jaime Navarroro, Joachim Ritter

Um viel Tageslicht in ein Gebäude zu lassen, scheint es logisch, in dessen Fassade Löcher einzubringen. Bei gewöhnlichen Gebäuden bezeichnet man diese Löcher als Fenster. Dies fällt bei dem ungewöhnlichen Fassaden- und Deckenentwurf des Architekturbüros Serrano für das Terminal 2 des Flughafens Mexiko Stadt jedoch schwer. Also gelangen wir doch wieder zu der Beschreibung von Löchern. Doch irgendwie ist dieses der besondere Reiz des Projektes. In einem Land wie Mexiko um den 20 Breitengrad ist eines der Hauptziele öffentlicher Gebäude die Herstellung eines erträglichen Klimas im Innenraum. Dort, wo die Sonnenscheinstunden in den meisten Monaten bei täglichen acht liegen und die Höchsttemperaturen in warmen Sommermonaten auch fast täglich die 30 Grad überschreiten, ist dies sozusagen fast eine Art Lebenserhaltungstrieb. Allerdings ist dies in Mexico City, der Hauptstadt des Landes, durch die Höhe von 2.200 Metern über dem Meer etwas anders. Hier ist es öfter bewölkt, als in den anderen Landesteilen. Auch bei diffusem Himmel ist das Terminal 2 Projekt sehr schön, zeigt jedoch seine interessanteste Seite erst bei Sonnenschein. Der offensichtlich planerische Ansatz ist die Frage, wie man die Fenster derart verändern kann, dass zwar genügend Licht einfällt, aber nicht überstrahlt und gleichzeitig die Wärmelast gering hält. Serrano Architekten nutzten an dieser Stelle den Effekt eines Siebes, das den Einfall von Licht reduziert, jedoch nicht das Maß erreicht, welches man dunkel bezeichnen würde. An fast allen Außenwänden des neuen Flughafenterminals in der Megastadt Mexiko haben die Architekten konsequent ein regelmäßiges Lochraster vorgesehen. Durch dieses dringt das Tageslicht in das Gebäude ein und zeigt sich gelegentlich ganz nebenbei als verspieltes Element an Boden und Wänden. Nachts werden die Gebäudeteile in ihrer Außenwirkung zu leuchtenden, fast schwebend anmutenden Boxen. Das Terminal 2 unterscheidet sich damit in einem grundsätzlichen Punkt von vielen öffentlichen Gebäuden Mexikos, die versuchen, die Sonne einfach so weit wie möglich außen vor zu lassen. Diese Schutzfunktion wird meist durch massive Wände ausgeführt, die die Gebäude kühl und schattig halten. Oftmals geht dies auch mit relativer Dunkelheit im Inneren der Gebäude einher, so dass beim Betreten der Innenräume erst einmal auf Grund des drastischen Leuchtdichteunterschieds ein dunkler Eindruck entsteht. […]

Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 67.

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