Projektbeteiligte:


Auftraggeber: Congregation San Floriano, Gavassa (Reggio Emilia)/IT
Architektur: x2 architettura
Lichtdesign: x2 architettura

 

Verwendete Produkte:


Leuchtstoffleisten: Ideallux, Cacciavillani

20. Sep 2013

Zwischen deutlichem Verstehen und dauerhaftem Geheimnis
Die Renovierung und Erweiterung der San Floriano di Gavassa Kirche/I

Text: Sonja Kiekens
Photos: Paola di Pietri, Giacomo Magnani

Keine andere Erscheinung tritt in der religiösen Metaphorik des Göttlichen häufiger auf als das Licht. Das Göttliche selbst ist Geist, ist Geist als Licht – immateriell und doch alles Materielle durchdringend. Übertragen auf den Umgang von Licht in Sakralbauten sollte das Material des Kirchenbaus gewissermaßen eins werden mit dem Licht des Himmels. Dabei geht es nicht darum, etwas zu inszenieren, sondern einen Ort zu schaffen, indem das Licht als absolute Metapher erlebbar ist.

Hier geht es um die Darstellung von etwas, was auf keiner Rezeptionsebene greifbar ist – das Wesen Gottes. Für den Lichtplaner ein Gang auf schmalem Grat. In Sakralbauten werden moderne Beleuchtungskörper schnell als störend empfunden, genauso wie gleichmäßige und helle Ausleuchtung jeder Ecke. Es besteht kein Anspruch auf ständige Sichtbarkeit aller Exponate, eine „gefühlsgeladene“ Atmosphäre, Dramatisierung oder künstlicher Sonnenaufgangszenerie. Dagegen sind die Blendefreiheit und Leselicht unumgängliche Faktoren, ebenso wie die Vermeidung direkter Anstrahlung des Altars, was ihn zu einer Bühne schablonisieren würde. Die Beleuchtung soll die Liturgie unterstreichen, die Gemeinschaft, die Verkündigung, die religiöse Botschaft. Licht, das die Atmosphäre bestimmt, angesiedelt im Reich der sprachlosen Erregung und der unbeschreiblichen Erfahrung. Jenseitig und nicht ideell, himmlisch aber nicht fiktiv. Die Anwesenheit Gottes in lichterner Form.
Bereits im frühchristlichen Kirchenbau spielt Licht deshalb eine zentrale Rolle, wo die Bauten mit zahlreichen Fenstern versehen wurden, um das Tageslicht, beziehungsweise das Licht Gottes willkommen zu heißen. So geschehen in der Gegenwart, genauer gesagt in der norditalienischen Stadt Gavassa. Die dortige San Floriano Kirche sollte in einem Zug renoviert und erweitert werden, um Alterserscheinungen Einhalt zu gebieten und zusätzlichen Raum zu schaffen. Silvia Fornaciari und Marzia Zamboni vom Architekturbüro x2 architettura mit Sitz in Reggio Emilia, Italien verknüpften dabei Himmelslicht, klare Linien, Glaubensanspruch und moderne Lichttechnik. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 89.
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