Projektbeteiligte:

Auftraggeber: City of Emmen/NL
Lichtkunst: Titia Ex; www.titiaex.nl
Realisierung: Royal BAM Group / Philips Lighting

 

Verwendete Produkte:

1Color Flex MX, Philips
Lichtsteuerung: Pharos LPC 20

14. Aug 2015

Funktionale Lichtkunst

Text: Joachim Ritter
Photos: Theo Berends

Es ist so, wie es immer ist: “Wofür brauchen wir das”, werden die Älteren unter uns sagen und “das haben wir doch früher auch nicht gebraucht”! Stimmt das wirklich? Haben wir es nicht eigentlich schon immer gebraucht, nur aus Mangel an den technischen Möglichkeiten einfach nicht gehabt?

Es ist also die Frage nach dem Sinn von dynamischer Beleuchtung in einem Autotunnel. Bisher galt in einem Tunnel ein rein technischer Beleuchtungsansatz. Vor rund 15 Jahren wurde der längste Straßentunnel der Welt, der Laerdaltunnel in Norwegen, gebaut. Der Tunnel ist über 24,51 Kilometer lang und ein Fahrer braucht mindestens 20 Minuten, um durchzufahren. Es wurde der Gedanke formuliert, ob denn ein Straßentunnel möglicherweise auch eine psychische Komponente hat. Wie könnten Fahrer angstfrei und ohne Panik aus dem Tunnel wieder herauskommen. Wenn nicht mit Licht, wie sonst sollte man dieses erkannte Problem lösen? Im Laerdaltunnel wurden entlang der Strecke Höhlen eingebaut, die emotional beleuchtet wurden. Die Tunnelplaner zeigten – vielleicht zum ersten Mal – dass sie in der Lage waren, quer zu denken. Nun haben wir ein weiteres Beispiel. Die Lichtkunstinstallation „Dolmen Light“ im Hondsrugtunnel in Emmen/NL, die von der Stadt Emmen in Auftrag gegeben wurde, ist eins der ersten Projekte, das im Rahmen des Stadtsanierungsprogramms für das Zentrum der niederländischen Stadt realisiert wurde. Der Bau des Tunnels war eine unmittelbare Folge der Verlegung des Zoos in Emmen. Um zum Tiergarten zu gelangen, müssen Besucher nun vom neu gestalteten zentralen Platz bis zum Zoo-Eingang zu Fuß gehen. Demzufolge wurde ein Tunnel im Hondsrugweg gebaut. Gewünscht wurde eine innovative, dynamische, speziell für die Stadt Emmen entwickelte Lichtgestaltung, die sich als langlebig, flexibel und energieeffizient erweisen würde. Das Projekt sollte eine klare Aussage machen und die künstlerische Vision sich mit Aspekten wie Genius Loci, wahrgenommene Qualität und Anziehungskraft des Tunnels befassen. Um das Optimum an Designpotential zu erzielen, wurden die Lichtdesigner aufgefordert, bei der Realisierung der beiden 235-Meter langen Tunnel mit den Stadtplanern und Landschaftsarchitekten der Stadt Emmen zusammenzuarbeiten. Alex de Fries beschreibt Titia Ex als „eine Künstlerin, deren Ideen sich aus dem Raumerlebnis entwickeln und gebildet werden. Das heißt: Sie gestaltet selten Arbeiten, die als bewegungslose Objekte an der Wand zu betrachten sind. Die meisten ihrer Arbeiten werden so erlebt, wie sie im Raum entstehen. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr.98

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