06. Jun 2014

Die Kurve gekriegt

Text: Joachim Ritter
Photos: Bethany Clark/Getty Images, James Medcraft, Sidd Khajuria, UVA

Für kulturell Aktive, die sich für Kunst, Musik, Theater, Tanz und Filme interessieren, ist The Barbican Centre in London entweder ein absoluter Lieblingstreffpunkt oder steht ganz oben auf der Liste der Muss-ich-gesehenhaben-Ziele. Es ist das größte Kultur- und Konferenzzentrum Europas, und die Heimstatt des London Symphony Orchestra. Im Herzen des Barbican Centres gibt es einen 90-Meter langen Ausstellungsraum, der den hinteren Teil der Konzerthalle umfasst und den Namen The Curve trägt. In dieser einzigartigen Galerie werden im Rahmen verschiedener temporärer Ausstellungen neue und erst kürzlich geschaffene Werke von zeitgenössischen Künstlern präsentiert. Das multidisziplinäre Kunst- und Designstudio UVA (United Visual Artists) hat 2013 die Kurve gekriegt!

UVA ist ein preisgekröntes Gestaltungsbüro in London, das verschiedene Disziplinen kombiniert: Skulpturen, Lichtinstallationen, Live-Performance und Architektur. Der Schwerpunkt der Arbeit der UVA-Künstler liegt in der Spannung zwischen realen und künstlich erzeugten Erlebnissen. So beschäftigen sie sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Technologie sowie mit der Erzeugung von Phänomenen, welche das rein Physikalische transzendieren. Die Werke der UVA wurden weltweit ausgestellt. Das Konzept, das das UVA-Team für The Curve entwickelt hat, besteht aus einer alle Sinne stimulierenden Installation, die Licht, Sound und Bewegung kombiniert: „Momentum!“ Beruhend auf der Physik und der Digitaltechnik wurde The Curve von der UVA in ein räumliches Instrument verwandelt. Installiert wurde in der 90-Meter langen Galerie eine Reihe pendelähnlicher Elemente, die eine sich kontinuierlich entwickelnde Komposition von Licht und Ton bilden. Die Pendel – die sich zuweilen unerwartet bewegen – projizieren Schatten sowie Lichtkegel und -Muster auf die sechs Meter hohen Wände und den bogenförmigen Fußboden. Der Besucher betritt einen in Dunkelheit gehaltenen Raum. Über ihm schwingen die pendelähnlichen Elemente mit speziell entwickelten Leuchten und zeichnen durch ihre Bewegung Lichtkreise, -kurven und -linien in die Dunkelheit. Zusätzlich verfügt jedes der insgesamt zwölf Pendel über seine eigene Soundinstallation, einen metallischem Klang, ähnlich einem Glockenschlag, der den Besucher zusammen mit dem kreisenden Licht in eine hypnotische, meditative Stimmung versetzt. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 93
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