12. Jun 2017

Text: RANKO SKANSI, M.SC.E.E.LD.


Es wurden im Lauf der Zeit viele verschiedene Bücher zum Thema Ergonomie veröffentlicht, doch keines von ihnen befasst sich mit der Ergonomie des Lichts. Genauso verhält es sich mit Büchern zum Thema Licht und Beleuchtung. Auch unter ihnen gibt es keines, das sich jemals mit der Ergonomie des Lichts auseinandergesetzt hat. Da das Licht aber ein wesentlicher Bestandteil der Ergonomie ist, ist dieser Umstand an sich ziemlich ungewöhnlich.

 

In einer Online-Enzyklopädie ist zur Definition des Begriffs Ergonomie Folgendes zu lesen: „Ziel der Ergonomie ist es, die Arbeitsbedingungen, den Arbeitsablauf, die Anordnung der zu greifenden Gegenstände (…) räumlich und zeitlich optimiert anzuordnen (…), dass das Arbeitsergebnis (qualitativ und wirtschaftlich) optimal wird und die arbeitenden Menschen möglichst wenig ermüden oder gar geschädigt werden, (…).“ Eine weitere, wenig bekannte Fachrichtung, die in dieser Hinsicht eine große Rolle spielt, ist die Anthropometrie: Die Lehre der Ermittlung und Anwendung von den geometrischen, mechanischen, mathematischen, physischen, chemischen und anderen Maßen des menschlichen Körpers. Lichtqualität hängt indes sowohl von den physiologischen als auch den psychologischen Parametern des Menschen ab. Im Allgemeinen kann man sagen, dass eine gute Lichtqualität dann besteht, wenn die Lichtlösung gute Selbstbedingungen schafft, Leistung oder geeignetes Verhalten unterstützt, die gewünschte Interaktion und Kommunikation fördert, zur situationsgerechten Raumatmosphäre beiträgt, Gesundheit und Wohlbefinden fördert und negative Auswirkungen vermeidet und zur ästhetischen Aufwertung des Raums beiträgt. Lichtqualität gehört nicht bedingt zum Raum oder zum Lichtdesign per se, sondern hängt davon ab, wie sich das Licht auf Menschen auswirkt. Diese Tatsache ist schwer zu messen, ist aber – wie oben erwähnt – mit der visuellen Umgebung, dem Sehkomfort und der Wahrnehmung eng verbunden. Jeder dieser drei Parameter kann weiterentwickelt werden. Diese Faktoren stehen in vielfältiger Beziehung zueinander: Sehkomfort und Wahrnehmung insbesondere, da beide durch Blendung beeinträchtigt werden können.


Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe  PLD Nr. 102  sowie in unserer PLD magazine App (iPad App Store).


 

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