Projektbeteiligte:

Architekt: Coop Himmelb(l)au, Paul Kath
Lichtdesign: ag Licht, Klaus Adolph, Wilfried Kramb
Projektleitung: Wilfried Kramb und Michaela Kruse

Verwendete Produkte:

Anstrahlung Wolkendach: Martin Architectural, Exterior 200 mit
subtraktiver Farbmischung RGB, 150 Watt HIT, mechanisch durch
Lamellen dimmbar
Gräben: Beleuchtung Autos: Arri Filmscheinwerfer 575 Watt HMI,
6000 Kelvin, mit Zusatzlamellen zur Dimmung, bis 50% dimmbar,
Aufsatz mit kleinen Lamellen dimmt mechanisch durch Auf- und'
Zufahren, Superspot 5 Grad
Sicherheitsbeleuchtung: Sill Parabolscheinwerfer, Typ 021 mit 42 Watt TC-TEL
Grundbeleuchtung (200-250 Lux): Erco, Stella 70/150 Watt CDM-T, Focalflood,
Ausführung Superspot zur Akzentuierung der aktuellen Modelle

07. Mrz 2009

Begegnung der dritten Art

Text: Prof. Susanne Brenninkmeijer
Photos: Engehardt & Sellin

Das neue Gebäude der BMW-Welt scheint wie aus einer anderen Galaxie. Das Erlebnis- und Auslieferungszentrum steht als drittes Gebäude im BMW-Ensemble in München, neben zwei schon geschichtsträchtigen Gebäuden und muss sich in dieser Konstellation behaupten. Durch sein prägnantes Äußeres, das ihm die Architekten von Coop Himmelb(l)au verschafft haben, kann es neben den beiden Berühmtheiten „Vierzylinder“, dem Verwaltungshochhaus und der „Schüssel“, dem benachbarten, silbern glänzenden BMW Museum, beide in den 1970er Jahren vom Architekten Prof. Karl Schwanzer entworfen, problemlos bestehen.

Die vielfältigen Anforderungen an das höchst repräsentative Gebäude, das als Auslieferungszentrum, Showroom, Promenade und Veranstaltungsforum dient, spiegeln sich in dessen Äußerem wieder. Es wurde entwickelt, um geladene Gäste zu empfangen, um Kunden hier ihre Neuwagen zu übergeben und um Interessierten die Möglichkeit zu geben, mehr über BMW zu erfahren. Für einen Automobilhersteller, dessen Schwerpunkte in perfektionierter, hochwertiger Technik und innovativem Design liegen, muss ein Gebäude das auch nach außen demonstrieren können. Bereits beim ersten Anblick des futuristischen Gebäudes wird dem Betrachter dessen inhaltliche Vielfältigkeit deutlich. Die Glasfassade lässt wie eine große Vitrine von allen Seiten interessante Einblicke in das Gebäude zu. Das geschwungene, leicht wirkende Dach, das das gesamte Bauwerk zusammenfasst, gibt den Eindruck von perfektionierter Bautechnik. Durch die Auswahl der leicht wirkenden Materialien wird dies noch verstärkt. Die Anmut der freien Form lässt beim Betrachter eher den Begriff des Designs, als den der Architektur entstehen. Das Bild einer Wolke, das den Architekten Prof. D. Prix bei der Gestaltung des Daches inspiriert hat, ist durch dessen schwebenden Charakter nachvollziehbar und wird durch die Art der Beleuchtung noch prägnanter. Die Lichtplaner von ag Licht haben sich dieses Bild deutlich zueigen gemacht. Die bewusst inhomogene Anstrahlung spiegelt die Charakteristik einer Wolkenoberfläche wieder. Sie erfolgt mittels nach oben gerichteter Strahler mit einem weißen Leuchtmittel und mittels Farbwechsler, die das Prinzip der subtraktiven Farbmischung zur Farberzeugung benutzen. Unter diesem fliegenden Dach herrscht das Prinzip der ineinander übergehenden Räume. Hier können Kunden im mittleren Bereich des Gebäudes ihre Neuwagen abholen. Die Automobilauslieferung ist eines der Hauptaufgaben des Gebäudes und wird genauestens inszeniert. Sie beginnt mit dem Empfang und dem Check-in des Kunden in der Lounge auf der dritten Etage.[…]

Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 65

My opinion:

Leave a comment / Kommentieren

Leave the first comment / Erster Kommentar

avatar
wpDiscuz

©2017 published by VIA-Verlag | Marienfelder Strasse 18 | 33330 Guetersloh | Germany

Page generated in 0,187 seconds. Stats plugin by www.blog.ca