Text: Dr. Amardeep M. Dugar

05. Feb 2011

Die Beleuchtung von städtischen Parks
Die Grundlagen der Gestaltung genau betrachtet

„Parks […] zur Verbesserung […] der Städte [kann man] vom antistädtischen Ideal ableiten, das behauptete, dass Stadtbewohner den Bedarf haben, eine traditionelle Abwechselung vom Übel des Stadtlebens in Form einer Flucht in die Natur zu erleben.” (Cranz 1982)

Im Wörterbuch wird ein Park als eingeschlossenes, unbesiedeltes Gelände definiert, das gewöhnlich als Landschaft mit Grasflächen und Bäumen oder mit anderen natürlichen Elementen belassen wird. Ein Park ist dementsprechend völlig anders konzipiert als die Stadt oder der Ort, wo er sich befindet. In den neuesten Theorien zum Thema Stadtplanung und -Gestaltung wird der Park jedoch grundsätzlich als Teil einer Stadt oder eines Ortes betrachtet: „Nicht bloß als Weiterführung des städtischen Raums, sondern als Arena für den Ausdruck der ideologischen Strukturen, die der Stadt in ihrer Gesamtheit zu Grunde liegen“ (Cann 1987). Sogar moderne Bewegungen wie Garden City (Girouard1985) und New Urbanism (Calt-horpe 1993), obwohl ihre Ansätze grundsätzlich anders sind, unterstreichen wie wichtig es ist, Parks in eng zusammengewachsenen Städten mit dichter Bebauung zu integrieren. Dies bedeutet, dass gestaltete Landschaften wie städtische Parkanlagen, obwohl unterschiedlich in ihrer jeweiligen Art, inzwischen schon als integraler Bestandteil der Gestaltung der urbanen Umwelt gesehen werden. Die Mitwirkung verschiedener Menschen und Altersgruppen (Kinder, Jugendliche, ältere Menschen, Touristen und neue Einwohner) trägt zum Erfolg städtischer Parks bei (Francis 2006).
Die Schlüsselfragen für einen Lichtdesigner sind: Wie kann die Beleuchtung die Nutzung von gestalteten Landschaften wie städtische Parks im Allgemeinen aufwerten und ihren Status als Ort der Entspannung und des Vergnügens bereichern? Welches Licht kann diese Bereicherung liefern? Kann diese Bereicherung als Teil eines breiteren Konzepts für Umwelt bewusstes und nachhaltiges Design betrachtet werden? Da derzeit wenig über das richtige Licht für Stadtparks geschrieben ist, können diese Fragen nur beantwortet werden, indem man den Lichtdesignprozess in zwei Stränge teilt, die parallel zueinanderlaufen. Strang 1 untersucht, wie Stadtparks benutzt werden und von wem, was die Nutzer erwarten und was die Parks gegenwärtig anbieten sowie welche Vorteile sie Stadtbewohnern bringen. Strang 2 identifiziert generische Lichtdesignmodelle oder -Muster, welche die verschiedenen in Strang 1 untersuchten Aspekte unterstützen. Strang 1 Ein Forschungsbericht zum Thema Stadtplanung (Dunnett, Swanwick etal. 2002) listet mehrere gesellschaftliche, gesundheitliche, Umwelt bedingte und ökonomische Vorteile von städtischen Parks für die Menschen, die in einer städtischen Umgebung wohnen. Die Natur – von der Wildnis bis hin zu einem Blick auf eine Baumgruppe und Rasen in öffentlichen innerstädtischen Räumen – unterstützt die Nutzung der gemeinsamen Fläche sowie die Bildung von informellen wenn gleich temporären gesellschaftlichen Beziehungen (Kuo, Sullivan et al.1998). […]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 75

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