Projektbeteiligte:


Auftraggeber: Hans-Joachim Flebbe, Premium-Entertainment
Budget: 5,5 Mio. Euro
Kinoarchitektur und künstlerisches Lichtkonzept: Maske + Suhren
Technische Lichtplanung, Sonderleuchten und Montage: Eduard Henke, Freilicht! Gmbh
Fassadenbeleuchtung: LichtKunstLicht

 

Verwendete Produkte:


ca. 4000 Laufmeter RGBW-Lichtbänder
PWM-Dimmer – Soundlight
Sonderleuchten Sternenhimmel:
RGBW-LEDs mit Linsen 30 und 60 Grad
Steuerung der gesamten Lichtanlage über einen zentralen Rechner
und Komponenten – e:cue
Programmierung: Malte Sesema

23. Mrz 2014

Der Zoo Palast in Berlin/D
Die Säle sind die Seele

Text: Moritz Gieselmann
Photos: Jan Bitter

Berlin in den Fünfzigerjahren: Die Menschen wissen noch immer nicht so recht, ob sie 1945 befreit oder besiegt wurden. Durch den Kalten Krieg beginnen sich Ost- und Westhälfte der Stadt auseinander zu entwickeln: Nebeneinander existieren die Hoffnung auf eine bessere, modernere Zukunft und die Angst vor einem Krieg zwischen Ost und West. Die Traumata der Nazizeit und des zweiten Weltkrieges sind noch zu nah, als dass sie im öffentlichen Diskurs eine Rolle spielen könnten – sie werden erst zehn Jahre später durch die Studentenbewegung zum Thema.

In der klassischen Dramaturgie des Films überwindet der Held stellvertretend für das Publikum alle Gefahren und Herausforderungen, kann alle Probleme lösen und damit dem Zuschauer Auswege aus seinen eigenen Konflikten aufzeigen. Kino im Nachkriegsberlin ist ein Ort der kleinen Fluchten aus Trümmerschutt und beengten Lebensverhältnissen, ein Platz an dem auch die schrecklichsten Geschichten happy enden, ein wunderbarer Raum, um sich in bessere Welten zu träumen.
Schon im Mai 1945 haben 30 Kinos geöffnet. 1947 sind es bereits über 200. Die Berliner sind versessen auf Kino. Zwölf Jahre lang hatte Goebbels als „Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda“ mit seinen Filmen das deutsche Publikum indoktriniert. Im beginnenden Kalten Krieg setzen sowohl Ost als auch West auf die Macht des Lichtspiels: Während im Ostsektor die Sowjets die Defa-Studios aufbauen, setzen im Westen die Amerikaner auf die Strahlkraft der Filme aus Hollywood, um den Deutschen demokratische Gesinnung und den American Way of Life nahe zu bringen.
1951 wurde auf Initiative der Amerikaner die Berlinale gegründet, ein internationales Filmfestival unter dem Motto „Schaufenster der freien Welt“. Die Berliner sind begeistert und stürmen die Vorstellungen. Das Aufgebot an internationalen Stars sorgt für Hochgefühl und Verkehrschaos.
Die Fünfziger bedeuten die Hochblüte des Kinos. Erst der Siegeszug des Fernsehens in den Sechzigern wird diese beenden. Überall werden neue Kinos errichtet und ein junger Architekt, Gerhard Fritsche, wird zum gefragten Spezialist für diese Aufgabe. Zu seinem ersten Kinobau kommt er eher zufällig, als er 1948 am Kurfürstendamm das Gasthaus „Berliner Kindl Bräu“ wieder aufbaut. Im ausgebombten Festsaal entsteht ein Kino, das „KiKi“. Der Laden läuft und schon drei Jahre später erweitert Fritsche das schlichte Hofkino zu einem Filmpalast. Ein strahlendes Vordach leitet ins Innere, der Saal erhält eine muschelförmige Deckenkonstruktion mit einer gestaffelten Lichtvoute. […]
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