05. Mai 2011

Spannungsreich, aber entspannend
Der Teeladen Cha Cha in Taipei/TWA

Text: Alison Ritter
Photos: Andrew Jaques

Glauben Sie nicht, dass die wenigen Teesorten im Regal Ihres Supermarktes auch nur annähernd der tiefen Bedeutung des Teetrinkens nahe kommt. Es gibt Unmengen an Teesorten in der Welt – schwarzer Tee, grüner Tee, Kräutertee, Früchtetee – und es gibt weit mehr Teetrinker als Kaffeetrinker weltweit. Tee hat in jeder Kultur eine andere Bedeutung. Und jeder Teetrinker hat eine eigene Beziehung zu seinen Lieblingsteesorten. Tee kann edel, heilsam, beruhigend oder aufmunternd wirken. Und Tee soll als Getränk am besten den Durst stillen –egal bei welchem Klima. Synästheten würden Tee wahrscheinlich mit dem sanften Klang eines Cellos sowie mit warmen Farben verbinden. Ob der neue Teeladen in Taipei einen Cellisten engagiert hat, um den Verkauf zu unterstützen, weiß man natürlich nicht, aber die Räume zeichnen sich durch warme, ruhige Farben aus, die geschickt durch Licht zur Geltung kommen und dabei das perfekte Ambiente für einen Teeladen bietet.
Der neue Teeladen Cha Cha Thé liegt in einem angesagten Stadtviertel Taipeis und verkörpert in seiner Gestaltung alle Aspekte der langen Geschichte der chinesischen Teekultur. Die Bauherrin, eine bekannte Modedesignerin, wählte für dieses Projekt dasselbe Designteam, das sie für die Gestaltung ihrer erfolgreichen Modeboutiques beauftragt hatte. Der neue 240 Quadratmeter große Flagship-Store wurde in einem bestehenden Gebäude mit äußerst niedrigen Decken und wenig Tageslicht untergebracht. Die Unterseite der Betonträger ist gerade zwei Meter über dem Fußboden. Angesichts der vorhandenen Raumbedingungen hielten die Architekten klugerweise an einer eingeschränkten Farbpalette, um optisch Klarheit zu gewinnen. Als Grundfarbe wählten sie Weiß, was wiederum den Lichtdesignern einige Herausforderungen bereiteten, da sie den Raum durch Kontraste visuell spannend gestalten wollten. Das Ziel wurde trotz aller Rahmenbedingungen erreicht, weil es ihnen gelang, die Lichtquellen in die bestehende Einrichtung zu integrieren. Das Licht wurde sogenau platziert, wo es benötigt war, wobei das Streulicht für genügend Raumlicht sorgte. Die Regale selbst wurden damit nicht nur Gegenstand der Darstellung, sondern auch selbstleuchtendes Element. Der Aufbau umfasst drei unterschiedliche Produktpräsentationen, jede etwas anders beleuchtet, um die jeweilige Botschaft widerzuspiegeln. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 76

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