15. Okt 2013 Studiengang „Lichtplanung und Lichtgestaltung“ an der TU MünchenMaster course „Light and Lighting“ in Munich -->

Der Studiengang „Lichtplanung und Lichtgestaltung“ an der TU München

Photo: Pfarré Lighting Design: Kleine Olympiahalle, Photo by Andreas J. Focke 

Licht ist nicht nur die Voraussetzung für die visuelle Wahrnehmung. Es bedingt und regelt die Vitalität wie die körperli­che, geistige und seelische Verfassung des Menschen und beeinflusst lebenswichtige biologische Vorgänge wie etwa die Ausschüttung der Hormone Melatonin und Se­rotonin. Daher beschäftigen sich unterschiedliche Disziplinen damit, Licht und seine Wirkung zu erforschen und die gewonnenen Erkenntnisse in der Lehre grundlegend und ausführlich zu behandeln.
Die Technische Universität München –TUM – widmet sich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Licht mit einem eigenen Masterstudiengang. Der Studiengang Lichtplanung und Lichtgestaltung verbindet Lichtgestaltung und Architektur auf einem integrierten, hohen wissenschaftlichen Niveau. Dabei liegt der Schwerpunkt des Masters „LL“ in der Weiterbildung projektverantwortlicher Gestalter und Planer, die ihre Fachkompetenz durch lichttechnisches Spezialwissen ergänzen wollen. Ziel soll sein, dass der Lichtplaner schon im Entwurfsstadium ebenso konstruktiv wie kritisch das Spektrum und die Varianten dieser interdisziplinären Anwendung auslotet, abwägt und bewertet, um zu harmonischen, integralen Lösungen zu gelangen.

Bisher werden die Möglichkeiten und Perspektiven moderner Lichttechnologien erst im Nachhinein angewendet: die Lichtplanung ist keine begleitende und ergänzende Instanz der  Raumgestaltung, sondern eine anschließende – ein Vorgang, dem die Absolventen des MLL entgegensteuern sollen. Das gesamte Spektrum moderner Leuchtmittel, ihre spezifischen Eigenschaften, ihre neutrale, belebende oder auch beruhigende Wirkung, die Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden und die daraus resultierenden Möglichkeiten und Grenzen ihrer Nutzung in unterschiedlich konzipierten und genutzten Bauten und Räumen – dies sind die wesentlichen Themenschwerpunkte, mit denen sich die Studierenden während ihres Studiums intensiv befassen. Ziel soll sein, die international anerkannten Planungsstandards zu beherrschen und über anwendungsorientierte Erfahrungen zu verfügen, mit denen komplexe architektonische und lichtplanerische Fragestellun­gen eines Planungs- und Bauvorhabens in den entspre­chenden Leistungsphasen eines Projektes beantwortet werden können. Es gilt, ästehtischen und lichttechnischen Erfordernissen gerecht zu werden, dabei ökonomische, ökologi­sche, oder energetische Planungsstandards zu berücksichtigen und darauf aufbauend einen Entwurf anzufertigen oder in Teilbereichen weiter auszuarbeiten.

Die Studenten erlernen, die gängigen Werkzeuge der Darstellung und Kommunikation anzuwenden, die für die komplexe Abstimmungsarbeit mit einer Vielzahl von un­terschiedlichen Projektbeteiligten essentiell sind.  Über die interdisziplinäre Zusammensetzung des Lehrper­sonals und die Konfrontation mit aktuellen Fragestellungen aus dem Bereich der Lichtplanung werden die Studenten angeregt, neuartige Lösungsansätze zu erschließen und Projekt­verantwortung mit interdisziplinärer Zusammenarbeit zu verbinden, kurz: die Gesamtsituation zu erfassen und ganzheitliche Tages- und Kunstlichtkonzepte entwickeln.

Der Studiengang fördert diesbezüglich insbesondere den Dialog mit der Industrie sowie Part­nern aus Kunst, Kultur und themenverwandten wissen­schaftlichen Disziplinen (u.a. Bauphysik, Bauklimatik, Medizin, Informatik und den visuellen Medien), um verzweigte Fragestellungen von ver­schiedenen Seiten und Standpunkten zu behandeln. Physikalische, technologische, physiologische, ökologische, gesellschaftliche und kulturelle Kenntnisse werden erworben und bei der Entwicklung und Gestaltung angewandt.

Der TUM Masterstudiengang für Lichtplanung und Licht­gestaltung richtet sich einerseits an Absolventen eines Bachelor- oder Masterstudiums oder eines gleichwertigen Abschlusses, die sich auf dem Gebiet der Lichtplanung in der Architektur wissenschaftsorientiert spezialisieren wol­len.

Voraussetzung für den Zugang zum weiterführenden Masterstudiengang ist daher ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss an einer Akademie, der an einer nationalen oder internationalen Hochschule erworben wurde.

Darüber hinaus müssen die Bewerber mindestens eine einjährige Berufserfahrung nachweisen können. Als Hauptzielgruppen sind Architekten und Innenarchitekten angesprochen. Zusätzlich sind folgende Fachgruppen mit einbezogen:

– Stadtplaner (Stadtraumbeleuchtung)
– Elektroingenieure (Projektierung)
– Produktdesigner (Leuchten)
– Maschinenbauingenieure (Tageslichtsysteme)
– Szenographen (Film, TV, Theater, Oper)

Das Studium ist modular aufgebaut und ermöglicht einen engen internationalen Austausch. Ziel ist, mittelfristig den Kontakt zu weiteren Partnern und Hochschulen aufzubau­en. Es ist ebenfalls beabsichtigt, die in München etablierte Hochschule für Fernsehen und Film in den Masterstudien­gang einzubinden. Die Kooperation mit dem international führendem Hersteller OSRAM, dem weltweit agierenden Planungsbüro Arup sowie anderen renommierten Part­nern aus der Praxis stellen eine studienfachbezogene Ver­netzung sicher.

www.lrl.ar.tum.de

Master course „Light and Lighting“ in Munich

Photo: Pfarré Lighting Design: Small Olympic Hall, Photo by Andreas J. Focke 

The TUM Light and Lighting Master of Arts program (MLL) is designed to deepen and expand the study of architecture through specialized scientific knowledge. The program prepares graduates to assume key positions in industry and research at the national and international level. MLL requires an undergraduate degree in architecture from the TUM or anniversity and entitles the graduate to pursue a doctorate. The program combines lighting design and architecture at an integrated, highly-scientific level. At the core of MLL is examining how space and light — the key aspects of architecture — interact with one another and how they can be harmonized and designed to form a practical relationship. Given the opportunities and perspectives offered by modern lighting technologies, which to date have typically been used to illuminate and design spaces after the fact — meaning ambience is characterized at a late stage — the goal of the planner is to constructively and critically explore, weigh and evaluate the spectrum and the variations of this synergy during the early design phase with an eye toward achieving harmonious, integral solutions.
Our aim is to maintain a dialogue with industry, partners from the world of art and culture, and also related fields of science, in order to address these issues from different perspectives and points of view. We furthermore encourage representatives from various professions and colleagues from other schools to participate in interdisciplinary courses. This includes disciplines such as building physics, building climate control, medicine, computer science, visual media and others.

In addition to conveying subject-specific content, architectural design and planning are viewed as a central methodology of analytical reflection, argumentation, and structuring; furthermore, this program fosters an awareness of the necessity of creative input.

As such, discursive, measurable, scientific parameters and associative, intuitively-artistic impulses always maintain a close and mutually-influential relationship. Light planning is a vital element of the field of architecture. Walls and light, the essential elements of architecture — its original and integral elements are brought into play. The wall, the foundation of all building construction, both reflects and transforms light, producingdifferent levels of brightness and shadows that shape space and define its character. In balancing the demands of technical feasibility and architectonic significance, the architect is charged with coordinating the ideas and interests of all participants, ensuring clear and reliable planning, avoiding misunderstandings and, thus, in the end, reducing costs. Graduates of this program learn to combine project responsibility with interdisciplinary collaboration. They learn to respond to questions regarding the development and implementation of design propositions against the backdrop of growing expectations in the face of highly sophisticated technologies available in the lighting industry. Complex lighting solutions that must satisfy the architectural conditions and utilization requirements are examined, developed and formulated, and, where possible, tested. Graduates of the MLL program grasp the situation as a whole, developing holistic natural and artificial lighting concepts. This program unlocks a broad range of scientificstudy, enabling MLL graduates to pursue careers in the field of research, as well.

Target groups
The TUM Light and Lighting Master of Arts program is designed for graduates with bachelor’s or master’s degrees (or equivalent) who want to focus on the scientific aspects of architectural light planning. Analyzing how natural and artificial lighting influence our living spaces and impact architectural designs and their implementation requires basic knowledge in architecture and design, physics and building engineering. Prerequisite for acceptance into the advanced studies master’s program is therefore a university degree or equivalent from a German or foreign university. Candidates must also demonstrate at least one year of work experience. Primary candidates are architects and interior designers. The following professions are also suited to the program:

• City planners (city lighting)

• Electrical engineers (project planning)

• Product designers (lighting)

• Mechanical engineers (natural light systems)

• Stage/set designers (movies, television, theater, opera)

The program has a modular structure and enables close international collaboration. Over the medium-term, the goal is to establish contact with additional partners and universities. A further aim is to integrate the Munich-based University of Television and Film into the MLL program. Cooperation with OSRAM, a global leader in the lighting market, engineer consulting firm Arup, as well as other renowned industry partners, ensures that the program is well-connected and aligned with the program content.

Graduates will enhance their profiles by acquiring know-how in the areas of physics, engineering physiology, ecology, society and culture and by applying this knowledge in the development and design of lighting concepts. Students also learn and deepen their knowledge of various concept development, design and planning methods, while developing lighting concepts for objects, buildings and city spaces using various examples. The program furthermore provides the opportunity to enhance personal and interdisciplinary competencies.

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