Projektbeteiligte:


Bauherr: Trägerverein Islamischer Friedhof Dornbirn
Architekt: Arch. Di Bernado Bader, Mitarbeit: Sven Matt
Künstlerin des Gebetsraums: Azra Akšamija

20. Sep 2013

Zuhause

Der islamische Firedhof in Altach/AT

Text: Sonja Kiekens
Photos: Adolf Bereuter, Nikolaus Walter

Wenn für den Aga Khan Award of Architecture ein sensibler Ort wie ein Bestattungsstätte nominiert wird, muss die Gestaltung wirklich gelungen sein: eine Symbiose von Ruhe, Frieden und Muße, aber auch von Gedenken und aktives gemeinsames Trauern. Das verbindende Element und der Rahmen ist die Kraft des Lichtes, welches jedem Beteiligten die Möglichkeit gibt, sich in der persönlichen Trauer so zu geben, wie es ihm und ihr gerade am besten gelingt den Schmerz zu überwinden.

Das Schöne am Licht ist, dass mit ihm in allen Kulturen ein tieferer Sinn assoziiert wird und die unterschiedlichsten Menschen selbst in sensiblen Momenten zusammen führt. Zu sehen im österreichischen Altach, wo eine Bestattungsstätte für Muslime entstanden ist. Der von dem Architekten Bernado Bader (Österreich) und der Künstlerin Azra Aksamija (Sarajewo/Bosnien) konzipierte islamische Friedhof ist ein Resultat engagierter Zusammenarbeit und umsichtigen Feingefühls für die Zusammenführung von muslimischer Tradition und österreichischer Architektur.
Die islamische Gemeinde Österreichs hat ihren Ursprung in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg. In der Phase des Wiederaufbaus gab es in Europa große Arbeiterwanderungen von Süden nach Norden, die vor allem Männer aus der Türkei und dem ehemaligem Jugoslawien nach Österreich führte. Entgegen den Erwartungen entschlossen sich viele von ihnen zusammen mit ihrer Familie in Österreich eine neue Heimat zu finden. Mittlerweile lebt dort die dritte Generation und hat das ansonsten eher christlich geprägte Land um eine Religionsgemeinschaft erweitert: Mehr als 500.000 Muslime leben heute in Österreich.
Die ersten Gastarbeiter sind inzwischen in einem Alter, in dem das Sterben und der Wunsch nach einem traditionell islamischen Begräbnis in der österreichischen Heimat immer mehr zum Thema wird.

Nachdem Anfang 2003 die ersten Gespräche über einen zweiten islamischen Friedhof in Österreich angeregt wurden, wurde dieser nach vielen Gesprächen und Bemühungen neun Jahre später abgeschlossen, arabesk, lichtdurchflutet, minimalistisch. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 89.
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