Projektbeteiligte:


Bauherr: The National Aquarium trust / Real Dania
Architekten: 3XN, Kopenhagen
Lichtdesign: Jesper Kongshaug, Kopenhagen
Fassadenkonstruktion: Kai Andersen A/S

 

Verwendete Produkte:


Coemar (LED Strahler und Beleuchtungssysteme)
Rosco (Wassereffekte)
Fagerhult (Büroräume)
Roblon (Faseroptik)
Simes (Außenraumbeleuchtung und Pollerleuchten)

22. Okt 2013

Tauchgang
Museumsgebäude Blå Planet – Blaue Planet in Kopenhagen/DK

Text: Jesper Kongshaug, Sonja Kiekens
Photos: Adam Mørk

Wenn der Sommer langsam in den Herbst übergeht, gehört es zu den schönsten Momenten, mit geschlossenen Augen in den letzten Strahlen des Sommersonnenlichts still zu stehen und komplett einzutauchen. Einen geradezu schwebenden Zustand zu erleben, sich von Kopf bis Fuß im Licht zu verlieren, obwohl man doch mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht. Diese Immaterialität des Lichts einzufangen und spürbar zu machen war das Mindeste, was Jesper Kongshaug mit der Lichtplanung des größten und modernsten Aquariums in Nordeuropa zu erreichen geplant hatte. Im März diesen Jahres öffnete der „Blauer Planet“ (Blå Planet) im dänischen Kopenhagen seine „Schleusen“ und mit ihm ein überwältigender Sog aus Licht, Wasser und fremden Welten.

Auf der Insel Amager direkt an der schmalen Meeresstraße Øresund (Öresund) zwischen Dänemark und Schweden befindet sich das neue Nationale Aquarium direkt am Kopenhagener Hafen. Inspiriert von Meeresströmungen und Fischschwärmen zitiert die ungewöhnliche Anlage mit seiner Wirbel-Form die Strömungen und Strudel im Meer. Der spektakuläre Bau wurde von den Architekten 3 XN geplant und innerhalb von drei Jahren für 85 Millionen Euro errichtet.
Das wirbelförmige Design des Gebäudes setzt sich auch im Inneren fort – von einer zentralen Halle aus können sich die Besucher wie auf einer Welle vorbei an 53 Becken, einer „Regenwaldhalle“ und durch einen 16 Meter langen Tunnel, umringt von Hammerhaien, Rochen, Barrakudas und Muränen treiben lassen. Die organische Architektur führt den Betrachter durch verschiedene Welten und präsentiert atemberaubende Unterwasserperspektiven aller Kontinente. Das Unterwassermuseum ist über 10.000 Quadratmeter groß – 20.000 Meerestiere sind hier zu untergebracht. Auf einer Außenfläche von 5.000 Quadratmetern tummeln sich Seelöwen in der Sonne, während Papageientaucher auf den färörischen Vogelfelsen nach Heringen tauchen. Frischer Fisch und Meeresfrüchte stehen bei dem Restaurant Öst als Spezialitäten auf der Speisekarte, von ausgezeichneten Köchen zubereitet. Wer nicht essen will, kann fühlen und im „Sinnes-Aquarium“ verschiedene Meeresbewohner ertasten.
Der Blaue Planet ist voll von aufregenden und überraschenden Geschichten, die das Leben unter Wasser zu bieten hat und birgt Aufregung, Genuss und Denkanstöße. Ansprechend gestaltete Kulissen, engagierte Museumsführungen, aber auch digitale Plattformen, interaktive Bildschirme und Ausstellungsstücke erzählen von der geheimnisvollen wie tiefen Unterwasserwelt. Hinzu kommen öffentlich gestaltete Fütterungszeiten und die ganz eigenen Erfahrungen und Gedanken beim Betrachten dieser gleichzeitig nahen und doch so fernen Welt.
Dabei ist Licht ein wichtiger Parameter, um die Architektur und die Tier- und Pflanzenwelt zu erforschen. Es spielte dementsprechend eine wichtige Rolle in der Wettbewerbsphase. Der Prozess der Auftragsvergabe erstreckte sich über vier Jahre, bis die endgültige Wahl auf Jesper Kongshaug fiel. Entscheidendes Kriterium für 3XN war sein Wassermotiv, dass er für ”Operation Orfeo” im Hotel Pro Forma entworfen hatte und welches für die Lichtplanung des Blauen Planeten ausgewählt wurde. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 90
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