Projektbeteiligte:


Auftraggeber: Provinz Limburg/NL
Lichtplanung: Studio DL/ Ziut BV
Ausführendes Unternehmen: Cofely Zuid Nederland BV
Projektpartner: Trilux, Meyer, Hoffmeister, Traxon, Schréder, Muzet

 

Verwendete Produkte:


Trilux, Meyer, Hoffmeister, Traxon, Schréder, Muzet

 

 

05. Jul 2013

Schein oder sein?
Von der Umsetzung des Lichtkonzepts für das Provinciehuis Limburg

Text: Sonja Kiekens
Photos & Renderings: Studio DL

Welche Bedeutung hat ein Gebäude für die Geschichte? Sicherlich keine, wenn man sowohl das Gebäude wie auch die Story hierzu im Dunklen lässt. Es war wohl deshalb an der Zeit, die Ursprünge der Europäischen Union zu lokalisieren. Ein Gebäude, welches allerdings nachts im Dunklen steht, ist als geschichtsträchtiger Ort nur schwer zu vermitteln und darüber hinaus als Symbol für einen Friedensnobelpreisträger unwürdig.

Es geht bei der Beleuchtung von Gebäuden nicht nur um deren Aufwertung, sondern auch um die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung. Im Fall des Regierungsgebäudes Provinciehuis Limburg im niederländischen Maastricht, das eine maßgebliche Rolle in der Gründungsgeschichte Europas spielt, wurde der Fokus hinsichtlich eines Lichtkonzepts jedoch nur auf das Nötigste beschränkt. Das Ergebnis: Eine Behelfslösung anstelle eines Konzepts, das individuell auf die Architektur und die Geschichte des Bauwerks eingeht. Optimismus kann man damit in Europa wohl kaum verbreiten.

Das Provinciehuis Limburg entstand zwischen März 1983 und Oktober 1985 am Ufer des limburgischen Flusses Maas. Der Architekt b.g.J.J. aus dem gleichnamigen Architekturbüro entwarf ein Gebäude aus 23 zusammenhängenden Einzelgebäuden, welches die Stadtsilhouette Maastrichts seit dem bedeutend prägt. Die monumentalen Türme mit den in alle Richtungen stürzenden Dächern scheinen ein Abbild der eigenen Silhouette zu sein und stehen daher in enger architektonischer Beziehung zu der ältesten Stadt der Niederlande. Errichtet wurde das Bauwerk im Stadtteil Randwijk, welcher nach einer alten Bastion der Festung Maastricht aus dem 18. Jahrhundert benannt wurde. Sowohl die exponierte Flusslage als auch der historisch bedeutende Ort zeugen vom Respekt der Niederländer vor der hohen Funktion des Bauwerks. Nach der feierlichen Eröffnung durch Königin Beatrix im April 1986 nahm das Gebäude seinen Dienst als Regierungssitz auf und ging mit der Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht über die Europäische Union in dessen Geschichte ein. Zwar war jedem bereits zu der Zeit die Bedeutung des Bauwerks für die Stadt und das Stadtbild bewusst, jedoch war diese noch nicht in voller Gänze ausgeprägt.
2004/2005 gab es erste Gespräche über ein nachhaltiges Lichtkonzept, jedoch wurde das Projekt Lichtplanung erst 2008 im Zuge der Sanierung des mittlerweile stark beanspruchten Gebäudes in Angriff genommen 2011 endgültig ausgeführt. Die Entscheidung fiel zugunsten einer Inszenierung des Komplexes mit Uplights. „Durch eine flächige und effiziente Beleuchtung sowie mit sparsamen Mitteln sollten dabei gezielt Kontraste gesetzt werden, um die Tiefenwirkung des Bauwerks zu inszenieren“, heißt es in der Baubeschreibung der verantwortlichen Lichtplaner Studio DL, und damit ist schon viel gesagt. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 88.

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