Projektbeteiligte:

Auftraggeber: Stadt Albi, Albi/F
Architekten: Dominique Perrault Architecture, Paris/F
Lokales Architekturbüro: Christian Astruc Architects, Gaillac/F
Lichtdesign: Gaëlle Lauriot-Prévost
Lichttechnik: Jean-Paul Lamoureux
Hochbau: VP Green
Maschinenbau: Etco
Gestaltung Theatersaal: Changement à vue
Akustik: Jean-Paul Lamoureux

Verwendete Produkte:

Sammode

 

22. Mai 2015

Transparenz ist eine Frage des Lichtes

Text: Alison Ritter
Photos: Vincent Boutin, Georges Fessy

Das Grand Théâtre des mittelalterlichen Ortes Albi/F hat die Stadtlandschaft sowie den kulturellen Einfluss verändert. Optisch ist das Gebäude ebenso dramatisch wie das, was es beherbergt. Am Rand der Altstadt gelegen, steht die Struktur selbstbewusst als hervorragendes architektonisches Symbol: Entworfen und ausgestattet, um darstellende Künste und die Kreativität, aus der sie geboren werden, zu umgeben und zu fördern. Die Präsenz des Theaters und die dafür entwickelte Lichtgestaltung sind trotzdem bescheiden und im menschlichen Maßstab, wodurch sich die einzigartige Ergänzung zu der kleinen mittelalterlichen Stadt gut einfügen kann.

Albi, eine Kleinstadt in Südfrankreich, gehört seit 2010 zum Weltkulturerbe der Unesco und ist der Geburtsort von Toulouse Lautrec. Erste Siedlungen sollen an diesem Ort schon in der Bronzezeit (3000 bis 600 Jahre v. Chr.) gewesen sein. Die Einbindung eines neuen Gebäudes erforderte eine aufwendige Planung und die sensible historische Kulisse musste auch berücksichtigt werden. Städteplanerisch umfasst der Stadtteil die Place de l’Amitié entre les Peuples, wo das Theater steht, sowie die Place Lapérouse mit den Gärten und einem neuen von Künstler Jeppe Hein entworfenen Brunnen. Das Grand Théâtre ist ein wichtiger Teil des „Cordeliers-Projekts“, dessen Ziel es ist, ein neues Kulturzentrum für die Stadt zu entwickeln. Neben dem markanten neuen Theater mit seinem großzügigen Auditorium, das Platz für 900 Besucher bietet, und einem experimentellen Raum mit 250 Sitzplätzen sowie Büros und logistischen Bereichen, Foyers und einem Restaurant, umfasst das Kulturzentrum ein Kinocenter mit acht Sälen und einer Tiefgarage. Das Kulturzentrum ist um das Grand Théâtre gebaut, das über eine Reihe von öffentlichen Plätzen zugänglich ist, welche einen Fußgängerweg von der Kathedrale bis hin zum Rochegude Park interpunktieren. Verschiedene wichtige Gebäude wurden als Teil des Kulturzentrums identifiziert: Das gut erhaltene Athanor-Kinogebäude zum Beispiel ist umgebaut worden, um den Eingang zum neuen Kinocenter zu schaffen.Der Eingang bildet den sichtbaren Teil eines Eisbergs und bietet ein großes Foyer und demnächst auch Läden und ein Café auf Straßenebene sowie die Kinosäle im Untergeschoss. So kann der öffentliche Platz offen und für weitere städtische Aktivitäten zugänglich bleiben. Das Theater hat ein kompaktes Volumen, das sich gut in die Stadtlandschaft einfügt. Die Fassade zum Platz ist komplett verglast wie ein großes Fenster mit Blick auf die Stadt.[…]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr.97

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