Projektbeteiligte


Bauherr: Presidencia de la Republica: Comisión de los Derechos
Humanos, Ministerio de Obras Públicas, Dirección de Arquitectura.
Architekten: Estudio América: Carlos Dias, Lucas Fehr y Mario
Figueroa [Brasil]
+ Roberto Ibieta [responsable técnico y arquitecto asociado en
Chile]
Lichtdesign: LLD Limarí Lighting Design Pascal Chautard, Francisca
Nicoletti, Carolina Roese.
Baufirma: Comsa de Chile

 

Verwendete Produkte


Außenbereich/Gebäudeenden:
Willy Meyer+Sohn, HID 150 Watt 3000K
Außenbereiche/Bodenstrahler Platz:
Ligman Rado Square 18Watt 3000K
Außenbereich/Platz: Supralight Soft 150 Watt HIT 3000K
Untergeschoss/Wandstrahler Wandbild:
Erco Jilly QT-DE 150 Watt/220V
Untergeschoss/Weltkarte, Kassenbereich:
Targetti CCT Flash 2x 26 Watt 3000K
Untergeschoss/Weltkarte, Kassenbereich:
Targetti CCT Flash 2x26 Watt 3000K
Wandstrahler Porträt-Wand:
Erco Lightcast HIT 150 Watt 3000K
LED-Kerzen: Master LEDs 7 Watt Philips E27 3000K dimmbar
Basisbeleuchtung: Targetti CCT Flash T54012D 2x 26 Watt 3000K
Schienensystem:
Erco, Jilly, QT-DE 150 Watt/220V;
Designed Architectural Lighting: Baltic 64005 HAL 100 Watt/12V,
Akzentbeleuchtung

05. Okt 2011

¡Nunca más! – Nie wieder!
Das Museum des Andenkens und der Menschenrechte in Santiago de Chile/RCH

Text: Joachim Ritter
Photos: Alfredo Cacciani

Der Nebel der Vergangenheit hat sich in der chilenischen Hauptstadt wieder ein wenig mehr gelichtet. Seit dem Ende der Diktatur Pinochets, während der mehr als 40.000 Menschen eingekerkert, gefoltert, bedroht und mehr als 4000 Menschen ermordet wurden, sind über zwanzig Jahre vergangen. Das Museo de la Memoria y de los Derechos Humanos gedenkt all dieser Opfer und soll zugleich mahnen, damit solch schreckliche Verbrechen nie wieder passieren – ¡Nunca más! Nicht nur bloße Informationen, sondern Emotionen sollen transportiert werden. Bedingungen, zu denen das Team von LLD Limarí Lighting Design einen Teil beitragen konnte – in Form von Licht. Jedoch nicht immer ohne Komplikationen.

Stundenlang kann man durch die Ausstellungsräume gehen und die Zeugnisse der Geschichte auf sich wirken lassen – vom Militärputsch 1973 bis zur Volksabstimmung 1988, die Chile schließlich auf friedlichem Wege zurück zur Demokratie führte. Zeitungsartikel, Bilder, Kinderzeichnungen, Interviews mit Opfern, Kleidungsstücke, Tagebucheinträge. Schritt für Schritt wird die Geschichte der Diktatur aufgearbeitet. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht Familienangehörige eines Opfers oder Zeitzeugen zum Büro des Museums gehen, um Erinnerungsstücke aus jener Zeit zur Verfügung zu stellten. Eröffnet wurde das “Museo de la Memoria y de los Derechos Humanos” am 11. Januar 2010 von der damaligen chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet, selbst Folteropfer der Pinochet-Diktatur. Doch bevor dies möglich war, durchlief das Projekt eine etwas chaotische, „lateinamerikanische“ Entwicklung. Um dies zu verstehen, sollte man sich zunächst die Geschichte des Projekts vor Augen führen.
Im Juni 2007 ließ der Staat Chile durch das Bauministerium (Ministerio de Obras Públicas) einen internationalen Architekturwettbewerb für das Museum der Erinnerung und der Menschenrechte ausschreiben, der jedoch nicht den museografischen Teil enthielt.
Gewonnen wurde die Ausschreibung von dem brasilianischen Team “Estudio América” aus São Paulo. Erst später, im April 2009, als der Bau des Gebäudes bereits in vollem Gange war, wurde ein Designteam für die Ausstellungsgestaltung gesucht. Man entschied sich schließlich für das Architekturbüro Árbol de Color, das wiederum das Lichtdesignbüro LLD Limarí Lighting Design damit beauftragte, eine Auswertung und Analyse des bisherigen Beleuchtungskonzepts des Projekts vorzunehmen. Die Lichtdesigner präsentierten ihre Ergebnisse dem kompletten, multidisziplinären Team aus der Design- und Baubranche bestehend aus den Architekten, Auftraggebern (präsidiale Menschenrechtskommission) und verschiedenen Beratern und Repräsentanten des Bauministeriums. Dabei zeigten sie, dass das zu diesem Zeitpunkt bestehende Beleuchtungskonzept nichts mit dem Konzept und den Intentionen des Museums zu tun hatte, weder auf architektonischer noch auf museografischer Ebene, ganz im Gegenteil, es wies Unmengen an Mängeln und Inkonsistenzen auf. Der Wunsch des Auftraggebers war es, einen geeigneten Ort zur Wiederaufarbeitung und Reflexion der Geschehnisse während der Pinochet-Diktatur zu schaffen, Bedingungen, die durch das Lichtdesign noch verstärkt werden sollten.
Zu jenem Zeitpunkt, als man den Bau des Untergeschosses bereits abgeschlossen hatte und gerade den Mittelteil des Hauptgebäudes baute, wurden die Lichtdesigner von LLD Limarí Lighting Design unter Vertrag genommen; zum einen vom Auftraggeber, um Veränderungen am Lichtdesign für die Architektur vorzunehmen – soweit dies noch möglich und nötig war – und zum anderen von Árbol de Color, um das Licht der Ausstellungsräume zu gestalten. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 78.

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