Text: Vellachi Ganesan

05. Dez 2010

Das Licht in uns

Ich habe immer gewusst, dass sich irgendwo tief in mir Licht verbirgt. In der dunkelsten Stunde der Nacht, während der Stille eines Sonnenaufgangs oder wenn das Sonnenlicht in das Dickicht des Waldes fällt, habe ich die Präsenz dieses Lichts von mir selbst, von meinem eigenen Wesen her kommend, gefühlt. Solche Momente birgen die tiefsten menschlichen Erlebnisse und es ist das Streben nach solchen Momenten, das mich meine Reise fortsetzen lässt. Manchmal habe ich diese Momente auch in vom Menschen geschaffenen Werken gefunden, in architektonischen Räumen und künstlerischen Erlebnissen. Verschiedene Werke, von Turrells Installationen bis zu Zumthors „Therme“, haben mich tief berührt und mich frei, lebendig und menschlich fühlen lassen. Das Vorhandensein einer gewissen Lichtqualität in ihrer Arbeit spricht in einerWeise zu mir, die ich mit Worten kaum beschreiben kann. Ich habe mich mit diesen Konzepten einige Zeit auseinandergesetzt und versucht, sie auf meine eigene Art zu erkunden.Was hat es mit dem Licht in diesen Räumen auf sich, das es die Räume so eindrucksvoll und berührend macht? Kann ich als Designer auch solch eine Arbeit schaffen? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir zunächst eine grundlegende Frage klären: Was ist die elementare Beziehung zwischen Mensch und Licht?

Unsere Beziehung zu Licht ist vielleicht eine der elementarsten und integralsten unserer menschlichen Existenz auf vielen Ebenen. Diese Beziehung führt zurück zum Beginn der menschlichen Geschichte und sogar noch weiter bis in unsere evolutionäre Zeit. Licht ist ein Element, das den Menschen schon immer fasziniert hat, ein Element so mächtig, dass es für die menschliche Geschichte der Sprache und Literatur, Kunst und Architektur, Spiritualität und Religion und den Bereich der Wissenschaft verantwortlich ist. Durch die Art und Weise wie wir als menschliche Wesen von Licht eingenommen, berührt und beeinflusst werden, hat Licht unsere Geschichte inspiriert und angetrieben. Und das zeigt, dass eine intime und angeborene Art vorhanden ist, in der Licht unsere Menschlichkeit berührt. Unsere Beziehung zu Licht geht allen unseren Äußerungen dazu voraus.Wie können wir solch eine grundlegende, echte, wesentliche Beziehung zwischen Mensch und Licht entwirren? Die Antwort liegt in dertieferen Erkundung der Art, wie wirLicht in Sprache, Literatur, Kunst, Architektur, Spiritualität, Religion und Wissenschaft zum Ausdruck gebracht haben, und in der Erforschung desselben, um den menschlichen Geist, der die Ausdrucksformen des Lichts geschaffen hat, offen zu legen. Darüber hinaus müssen wir die Grundlage der menschlichen Erlebnisse mit Licht erforschen – das Sehen, die Träume und die Beschaffenheit des menschlichen Geistes – die Vorstellungskraft. Dieser Essay ist eine Auseinandersetzung mit einigen dieser Elemente, mit der Absicht, ein Gefühl davon zu bekommen, was Licht im Wesentlichen für uns bedeutet. […]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 74

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