Projektbeteiligte:


Bauherr: National Sport Complex
Entwurf: Volkwin Marg mit Christian Hoffmann und Marek Nowak
Projektleitung: Martin Bleckmann, Roman Hepp
Mitarbeiter Entwurf: Michael König, Christoph Salentin, Olaf Peters,
Heiko Faber, Sebastian Möller, Roman Hepp
Mitarbeiter Ausführung: Roman Hepp, Andreas Wietheger, Clemens
Dost, Christiane Wermers, Jonathan Gerlach, Anke Appel, Irina Stoyanova,
Franz Lensing, Jan Philipp Weber, Dominik Heizmann, Sebastian
Hilke, Irina Bohlender
Arbeitsgemeinschaft mit Personal Creative Architectural Bureau Y. Serjogin
LLC, Kiew/UA
Tragwerksentwurf und -planung Dach: schlaich bergermann und partner
– Knut Göppert mit Markus Balz und Thomas Moschner
Statik: Kempen Krause Ingenieurgesellschaft
Haustechnik: b.i.g. Bechtold Ingenieurgesellschaft mbH
Lichtplanung: Conceptlicht

05. Jan 2013

Frei schwebend
Die Freiheit des Designs

Text: Joachim Ritter
Photos: Oleg Totskiy

Das umgebaute Fußballstadion in Kiew wurde im Rahmen der Europameisterschaft ebensowie das Warschauer Projekt von dem Architekturbüro von Gerkan Marg & Partner bearbeitet. Allerdings waren Architektur und Rahmenbedingungen in Kiew völlig anders. Als kooperierendes Lichtplanungsbüro wählte gmp für dieses Projekt das Lichgtplanungsbüro Conceptlicht in Traunreut.

Der Entwurf zur Rekonstruktion des Olympiastadions Kiew respektiert die historische Bausubstanz mit ihrer signifikanten filigranen Spannbeton-Oberrangtribünevon 1968, indem das Tragwerk der neuen Dachkonstruktion losgelöst mit Abstand vor der bestehenden Tribünenschüssel angeordnet wird. Dieser markante Teil wird daher von einer neuen Glasfassade umhüllt und durch die Illumination aufgewertet. Auch der sich aus der Hanglage des Stadions im Westen ergebende Sockelbaukörper von 1948 wurde bei der Rekonstruktion in abgewandelter Form wieder hergestellt. Die Unterrangtribüne wurde in ihrer Geometrie den Sichterfordernissen angepasst und vollständig neu konzipiert. Insbesondere im  Westen des Stadions, unterhalb der Haupttribüne, wurden umfangreiche Räumlichkeitenfür Sportler, VIP-Gäste und Pressevertreter geschaffen. Für die Außenwirkung des Stadions wurde ein klarer Gesamteindruck angestrebt. Das baukonstruktive Kernelement bildet die schalenförmige Tribüne. Sie ist frei sichtbar und bedurfte deshalb eine lichttechnische Aufwertung. Es verlangte quasi nach einer Beleuchtung, da sie anderenfalls als trübes Negativelement als Hintergrund verbliebe. Die Struktur der stufigen Tribüne kam den Lichtplanern dabei entgegnen. So entstand keine monotone flächige Beleuchtung, sondern ein spannungsreiches Bild mit Tiefenwirkung und ablesbarer Dreidimensionalität. Das Licht soll die Elemente der Architektur in deren räumlichen Struktur und Komposition herausarbeiten, sodass sich eine differenzierte Bedeutungshierarchie bildet. Dazu gehört natürlich die Vermeidung unbeabsichtigter Bedeutungen und dass die Beleuchtung keinen visuellen Ballast darstellt. Daraus folgt, dass die Fassadenstützen nicht durch Lichtkegel angeschnitten werden oder sich Lichtkegel auf angrenzenden Bauteilen abzeichnen.[…]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 85.

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