Projektbeteiligte:


Auftraggeber: Stadt Busan
Architekten: Coop Himmelblau – Wolf D. Prix
Lichtdesign – Idee und Konzept: Har Hollands Lichtarchitect Eindhoven/NL
Lichtdesign – Ausführung: Humanlitech und Future Lighting Solutions
Generalunternehmer: Hanjin Heavy Industries

 

22. Okt 2013

Von Florenz nach Busan
Von der fernen Vergangenheit in eine schon existierende Zukunft

Text: Moritz Gieselmann
Photos: Coop Himmelb(l)au

Wenn man das „Busan Cinema Center“ zum ersten Mal erlebt, verschlägt es einem den Atem: Die losgelösten Massen scheinen über dem Ufer des Nakdonggang zu schweben wie ein gigantisches Raumschiff im Sinkflug, ganz wie in einem echten Science Fiction Film im Kino. Mit der modernen Lichttechnik bleibt das Kino eben nicht mehr auf einen gemütlichen kleinen Raum beschränkt mit Popkorn und Cola, sondern kann zu einem riesigen Event werden.

Busan ist mit 3,6 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Südkoreas. Sie liegt im Südosten der koreanischen Halbinsel am japanischen Meer, hat viele bedeutende Industriebetriebe und ist unter den fünf größten Containerhäfen der Welt.
Doch die Stadt Busan wünschte sich neben Industrie und Handel ein neues, anderes Image und ein Wahrzeichen, einen Anziehungspunkt in der Stadt, ein repräsentatives und glamouröses Gebäude. So entstand die Idee, ein Zentrum für das „Busan International Filmfestival“, das größte asiatische Filmfestival überhaupt, zu etablieren. Das Festival zieht Jahr für Jahr über 200.000 Besucher und die Stars des internationalen Kinos an. Das Projekt sollte eher die Zukunft als die Geschichte der Stadt und ihrer Gesellschaft repräsentieren und den gesellschaftlichen wie technologischen Wandel berücksichtigen, und um die Zukunft des Kinos zu verstehen, lohnt es sich, ein wenig in die Geschichte der Kino-Architektur einzutauchen.

Denn das „Busan Cinema Center“ vereint unter seinen Dächern sämtliche Typen von Kinobauten überhaupt. Kino war von Anfang an nicht nur ein Ort der Filmvorführung sondern auch der sozialen Begegnung, und immer schon korrespondierten die gezeigten Filme mit den Orten ihrer Vorführung. Die ersten Filme waren kurze Sensationen, die in Zelten und Bretterbuden auf Jahrmärkten vorgeführt wurden. Mit D.W. Griffith und der Einführung der klassischen Dramaturgie im Film entstanden längere Streifen, für die schnell repräsentativere Aufführungsorte wichtig wurden. Der erste Kinopalast war das Strand-Theatre in New York; es wurde 1914 mit fast 3000 Sitzplätzen eröffnet. Neben diesen großen Kinos in den Stadtzentren, in denen Filme ihre Erstaufführung hatten, entstanden kleinere, einfachere Kinos in den Vorstädten, die die Filme Wochen oder Monate später zeigten. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 90
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