Projektbeteiligte:


Künstler: Christo and Jeanne-Claude
Kurator: Peter Pachnicke
Projektmanagement: Wolfgang Volz

05. Mai 2013

Zwischentöne
Christo’s Big Air Package in the Gasometer in Oberhausen/D

Text: Joachim Ritter
Photos: Wolfgang Volz

Es ist die Intention des Designers, Räume durch Schattierungen, Kontraste und Farben zu definieren und einen Ausdruck zu geben. Dabei denken viele oftmals zu kompliziert und zu technisch. Denn manchmal reicht es einfach nur, dem Volumen eine Form und Halt zu geben, wie Künstler Christo in seinem aktuellen Projekt beweist. Den Rest macht das Licht ganz alleine. Ist das der Unterschied zwischen einem Künstler und einem Designer?

Egal, was der Unterschied ist. Es lässt sich doch einiges lernen aus dem, was der Künstler Christo mit seinem neusten Projekt geschaffen hat. Christo und seine 2009 verstorbene Partnerin Jean Claude sind überwiegend bekannt als so genannter Verpackungskünstler. In Deutschland haben sie kurz vor dem Umbau des Reichstagsgebäudes eben dieses Gebäude mit riesigen Tüchern verhüllt und diesem so einen neuen Ausdruck verliehen.
Was aber passiert wenn man die Leere verhüllt? Nun es gibt jedem die Freiheit, seine eigene Erfahrung in dieser Leere zu machen und zu empfinden, was man empfinden möchte. Christo selbst beschriebt es so: „Jede Interpretation ist zulässig. Jeder darf sehen, was er sehen will“. Für den Projektleiter Wolfgang Volz war die Atmosphäre so, wie er sich den Himmel vorstellte.
Und dabei ist das Projekt doch nichts anderes als eine weiße halbtransparente Polyesterhülle um einen leeren Raum, die allerdings von oben beleuchtet wird und so ihren atmosphärischen Einschlag erhält.

Doch auch die Leere hat Gottlob seine Grenzen. Selbst der Weltraum erschein uns visuell ein Ende zu haben. Doch während das Ende des Weltraums durch fehlendes Licht definiert zu werden scheint, ist es im Gasometer das Licht. Denn die Grenzen sind es, die durch Licht sichtbar werden und uns nicht vollends in dem Raum verlieren lassen. Im Gegenteil, der Raum definiert sich durch sie. Doch das alleine reicht nicht, um als Faszination zu funktionieren. Erst die Schatten der Raumgrenzen geben dem Objekt das besondere Etwas. Man steht in dem Raum, sucht nach den Grenzen und ist befriedigt, weil sie sichtbar sind und man schaut, dass es sie gibt. Was wäre nach der Erfahrung des Projektleiters Wolfgang Volz ein Himmel, wenn er keine eindeutigen Grenzen hätte. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 87.
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