18. Jul 2016

Möbelstücke, die die Sinne täuschen

Ihre eigentliche Funktionalität ist den drei kantigen Blöcken nicht gleich anzusehen, dabei handelt es sich in Wahrheit um Designmöbel des in London/GB lebenden Künstlers und Architekten Andy Martin. Der aber hat diese Wirkung genauso gewollt: die aus Polyesterharz gegossenen und unterschiedlich eingefärbten Stücke sollen mithilfe des Lichts im Wesentlichen die Sinne ansprechen. Das wird schon durch den Namen der kleinen Möbelserie deutlich gemacht, denn „California Sunshine“ ist ein Synonym für die Droge LSD. Und die ruft bekanntlich Halluzinationen hervor, also Wahrnehmungen, ohne dass eine nachweisbare externe Reizgrundlage vorliegt.

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Durch Lichteinfall entstehen Spiegelungen, die wiederum sich verändernde Farben und Muster kreieren. Die Objekte scheinen ihr Aussehen zu wechseln, tatsächlich aber sind es die menschlichen Sinne, die durch das Spiel und die Reflektionen getäuscht werden. Noch während des Betrachtens kann sich die Sichtweise wie in einem Rausch ändern und verschiedene Bilder und Eindrücke schwanken Kaleidoskop-ähnlich. Durch das lichtdurchlässige Material scheinen die Möbelstücke leicht und beinahe schwebend. Dass es sich um einen Hocker, einen Beistell- und einen Kaffeetisch handelt – jeweils über 100 Kilogramm schwer – ist dabei vom Künstler absichtlich nicht sofort erkennbar gemacht worden. Gleichzeitig ist es aber auch genau die Doppelfunktion aus Ästhetik und Funktionalität, die bei dieser Arbeit heraussticht – und alles ganz legal.

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Design: Andy Martin

http://www.andymartinarchitecture.com

 

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