Planungsbeteiligte:

Architekt: Zaha Hadid Architects/RSP Architects, Planners & Engineers

Landschaftsarchitekt: ICN Design International

Lichtdesign: Lighting Planners Associates

25. Okt 2017

D’Leedon Wohnanlage in Singapur/SG.

Text: Alison Ritter
Photos: Hufton+Crow


Was kommt dabei raus, wenn man ein visionäres Architekturbüro mit einem erfahrenen und renommierten Lichtdesigner zusammenbringt? Ein perfektes Ergebnis. Eine einfache Gleichung, könnte man meinen, aber das Projekt D’Leedon in Singapur war eine Herausforderung auf vielen Ebenen – nicht nur horizontal und vertikal gemeint. Was das Planungsteam erreicht hat, ist ein außergewöhnliches stadtbildprägendes Kondominium, das nicht nur ein Zeichen der kommenden Zeit, sondern ein Fallbeispiel eines ganzheitlichen Planungsansatzes der heutigen Zeit ist. Dabei war der Planungsworkshop bereits im Jahr 2008.

D’Leedon ist eine der größten Wohnanlagen in Singapur. Sie befindet sich im Zentrum des Distrikts 10 von Singapur, nah an einer großen Auswahl von kommerziellen und kulturellen Einrichtungen und umfasst sieben Wohnhochhäuser und zwölf Doppelhaushälften sowie integrierte Landschaftsplanung mit Erholungseinrichtungen. Die Positionierung und Ausrichtung der Türme wurden optimiert, um gezielt mit der starken Sonneneinstrahlung zu bestimmten Tageszeiten umzugehen und um die bestmöglichen Aussichten über Singapur zu gewährleisten.

Um den öffentlichen Raum zu optimieren, verjüngen sich die Türme zum Boden hin. Die Hochhäuser werden nach Wohneinheiten pro Etage in „Blütenblätter“ unterteilt, was wiederum eine große Vielfalt von Wohnungen ermöglicht. Die architektonischen Formen sind sehr fließend und ergeben lange, wellenförmige Linien, die harmonisch in die Landschaft übergehen. Die Landschaft selbst besteht aus einer Kombination von verschiedenen härteren und weicheren Designelementen, welche zusammen ein reichhaltiges Gewebe aus Formen, Texturen und Strukturen bilden, die alle dynamisch wirken. Bei der Entwicklung des Lichtdesignkonzepts waren diese Elemente alle entscheidend.

Der Architekturstil und die Landschaftsplanung verlangten eine integrierte Lichtgestaltung, die mit den Flächen, Formen und Routenführungen durch die Anlage nahtlos verschmelzen würde. Die Lichtplanung ist einzigartig, indem sie verschiedene unkonventionelle Ansätze anwendet, um die geeignete Beleuchtung für die großen offenen Außenräume zu liefern. Es gibt so gut wie keine Leuchten auf hohen Masten und keine Pollerleuchten, da die Gestaltungsvorgaben viel Wert auf freie Blicke über die Stadt legten. Trotzdem sollte die beleuchtete Umgebung Sicherheit und eine angenehme Atmosphäre für die 1000 Bewohner der Hochhäuser bieten.

Der Wunsch – oder eher die klar definierte Anforderung – war: „keine sichtbaren Leuchten“. Licht selbst sollte „integraler Teil der Architektur werden“. Das ist keine neue Idee. Bei den heutigen verfügbaren technologischen Lösungen ist das für den Lichtdesigner beinah eine Selbstverständlichkeit. Die  Herausforderung liegt darin, wie man dieses Konzept realisiert.


Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 107 sowie in unserer PLD magazine App (iPad App Store).


 

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