Photos: Zumtobel

05. Mai 2011

Anwendungsforschung Shopbeleuchtung
Studie zur Unterstützung wissenschaftlich basierter Lichtplanung im Shopbereich

Evidenzbasiert ist weit mehr als bloß ein Modewort in der Berufswelt. Bei der Lichtplanung ist dieser Begriff umso wichtiger, weil seine Bedeutung eine Differenzierung erlaubt zwischen den ‚Menschen, die Licht planen‘ und ‚professionelle Lichtdesigner, die qualifiziert und in der Lage sind, menschenorientiertes Licht im Innen- und Außenraum zu konzipieren.‘

Es ist allgemein bekannt, dass Wahrnehmung und Wohlbefinden das Menschenverhalten maßgeblich beeinflussen, umso mehr trifft dieses auf das Kundenverhalten im Shopbereich zu. Eine Forschungsstudie, die von Prof. Jan Ejhed, Leiter des Lichtlabors an des Royal Institute ofTechnology (KTH) in Haninge bei Stockholm, Schweden und Studenten Xu Haoming, zusammen mit Prof. Dr. Roland Greule von der Fachhochschule Hamburg (HAW) und Felsch Lighting Design mit der Unterstützung von Zumtobel aktuell durchgeführt wird, beinhaltet eine strukturierte Analyse des Kundenverhaltens in Bezug auf die Beleuchtung im Shopbereich. Um die einzelnen Beleuchtungsfaktoren wie Lichtfarbe, Lichtverteilung und Lichtintensität zu untersuchen, wurde zusammen mit dem KTH-Team ein Online-Fragebogen entworfen, der anhand von Visualisierungen die grundsätzlichen Auswirkungen unterschiedlicher Beleuchtungsfaktoren hinterfragt. Diese Resultate werden der zweiten Teilstudie gegenüber gestellt. So wird geprüft, ob und in welchem direkten Zusammenhang die Präferenzen mit der Aufmerksamkeit und dem Kaufinteresse stehen – und wenn ja, wie der Zusammenhang definiert werden kann. Diese Ergebnisse sind für seriöse professionelle Lichtdesigner in ihrer täglichen Arbeit sehr hilfreich. Um die gemeinsame Wirkung aller Beleuchtungsfaktoren in einer dynamischen Lichtlösung zu untersuchen, setzen die Experten von HAW Hamburg und Felsch LightingDesign auf innovatives Eye-Tracking. Mit modernen Messinstrumenten wird hier die Blickführung der Probanden erfasst. Diese gibt Aufschluss über die Auswirkungen der unterschiedlichen Beleuchtungskonzepte. Doch welche Einflussmöglichkeiten hat das Licht auf die Blickführung des Kunden? Anhand vonTesttafeln werden visuelle Effekte, wie beispielsweise die Kontrastwahrnehmung, gemessen. Anschließend werden die Laborergebnisse mit realen Raumsituationen mittels Eye-tracking beurteilt und verglichen. Daraus lassen sich lichtabhängige Gestaltungsprinzipien für Verkaufsräume ableiten. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Kontrast in direkter Relation zur Helligkeit steht. […]

Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 76

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