Text: Aksel Karcher
Photos: Frieder Blickle Fotografie, Erco GmbH

05. Mai 2010

Animation und digitale Beleuchtung
Ansatz für einen Technologietransfer

Mit der wachsenden Verbreitung von steuerbaren Lichtsystemen hat der Begriff der Szenografie Einzug in die Lichtgestaltung erhalten. Aus technischen Gründen bedeutete dies früher ausschließlich das Umschalten von einer Szene auf die nächste. Welche interessanten dynamischen Variationen auf dieses Thema es in benachbarten Disziplinen wie beispielsweise der Computeranimation gibt, möchte dieser Artikel beleuchten.

„Technologie kann und wird nie in der Lage sein, Kunst zu erschaffen. Aber Technologie kann dabei helfen den Künstler zu unterstützen.“ Neu aufkommende Technologien hatten es in der kulturellen Entwicklung immer schwer ihren Weg in kreative Berufe zu finden. Neue Werkzeuge und Erfindungen waren stetiger Grund zur Sorge. Sei es die Sorge des Malers, die Erfindung der Fotoemulsion könnte seine Kunst hinfällig machen, oder die Angst des Regisseurs, das Spiel vor der Filmkamera werde das Bühnenstück verdrängen. Wie wir im Nachhinein erkennen, ist das Ergebnis meist bei weitem nicht so schlimm wie zunächst angenommen. In den frühen Neunziger Jahren nahmen Künstler, Produkt- oder Grafikdesigner den Computer und die dazu gehörigen Tools neugierig an, und fügten sie als natürliches Werkzeug in ihre tägliche Arbeit ein. So würde sich heute wohl kein Fotograf mehr als Technokrat bezeichnen, nur weil er oder sie die Aufnahmen digital bearbeitet und archiviert. Architekten, Innenarchitekten und Lichtdesigner in Praxis und Ausbildung schienen in demselben Zeitraum andererseits nur bedingt überzeugt, den kreativen Einsatz dieser Tools inhaltlich engagiert voranzutreiben. Weshalb diese Diskrepanz? Benötigen die Gruppe der räumlichen Gestalter eventuell andere Designtools, um ihre Arbeit auszuüben? Die Antwort darauf zu finden fällt nach wie vor nicht leicht. Allerdings kommen, unter anderem im Zuge der Entwicklung der LED Technologie, immer mehr anspruchsvolle Lichtsteuerungssysteme auf den Markt und infolgedessen stark erweiterte Software gestützte szenographische Möglichkeiten in die Reichweite der Gestalter. Es wäre paradox, wenn die erforderliche künstlerische Expertise im Bereich der digitalen Medien seitens der Lichtdesigner nicht im gleichen Maße ansteigen würde. Dies gilt insbesondere für die Schnittmengen, in welchen klassisches Lichtdesign auf die eher hektische und nicht selten unsensible Eventbeleuchtung trifft. Ziel ist nicht technologischer Selbstzweck, sondern Projekte weiterhin sicher gestalterisch leiten und konzeptionell formen zu können. […]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 71

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