Planungsbeteiligte:


Architekten: Henrik Diemann Architekten
Inneneinrichtung und Farbgestaltung: Christiane von Wietersheim

 

Verwendete Produkte:


LED-Strahler 24 Watt, warmweiß/RGBW, alle Ausstrahlwinkel, Erco
LED-Strahler 12 Watt, warmweiß, Erco
Steuerung: Dali

06. Jun 2014

Ab sofort kein Druck mehr

Text: Joachim Ritter
Photos: Erco

Alte Bausubstanz lässt sich in viele Varianten umnutzen. Doch eine ehemalige Druckerei in eine Kinderarztpraxis umzugestalten, klingt zunächst speziell und überraschend. Andererseits zeigt das Beispiel Dr. Uhlig in Hamburg, dass Farben und Licht die Atmosphäre definieren und nicht die Vergangenheit. Mit den Möglichkeiten der neuen präzisen Lichttechnik trifft dieses umso mehr zu.

Allerdings war die Umnutzung der ehemaligen Druckerei Grindeldruck keine unkomplizierte Aufgabe. Nicht nur der Anspruch an die Flächen einer Druckerei ist deutlich anders als der an eine Kinderarztpraxis. Im Rahmen der umfangreichen Untersuchungen wurden Maßnahmen getroffen, die eine gesundheitliche Gefährdung und auch körperliche Beeinträchtigung (Geruch) aus dem Bestand gleichermaßen ausschließen. Das Vorhaben sollte ja nicht nur den Anforderungen einer modernen Kinderarztpraxis gerecht werden, sondern auch die bauordnungsrechtlichen Vorgaben einhalten. Die Kinderarztpraxis besteht aus zwei Bereichen, einem Patientenbereich mit mehreren (auch speziellen) Untersuchungsräumen und dem Personaltrakt. Diese Bereiche sind über einen niedrigen Gang miteinander verbunden. Das Gefälle des Bodens von den alten Druckerflächen, in denen sich nun die Untersuchungsräume befinden, bis zur hintersten Ecke der Personalräume in Verbindung mit der geringen Höhe des Durchgangs stellten eine besondere Herausforderung dar, da auf Stufen verzichtet werden sollte. Der Charakter der loftartigen Gewerbefläche mit den sichtbaren Stahlträgern und -stützen sollte allgemein erhalten bleiben, aber natürlich an Härte der ehemaligen Arbeitsatmosphäre verlieren. Dies wurde erreicht durch eine Zonierung von Untersuchungsräumen mit privater Atmosphäre und einer offenen, luftig gestalteten Innenzone, die in einer breiten Achse auch die strenge Anordnung der Untersuchungsräume unterbricht. Die räumliche Großzügigkeit der Kernzone wird unterstrichen, indem die historische Deckenkonstruktion nicht verbaut wurde. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 93.
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